„Die Verfolgten“

„Die Verfolgten“, Theaterstück von Luis Zagler

Logline

Im Tirol der Jahre 1792 – 1837 lebt und wirkt ein Mann, der mit einer besonderen Begabung auf sich aufmerksam macht. Was ihn gleichzeitig aber auch in Konflikt mit der herrschenden weltlichen und kirchlichen Obrigkeit bringt. Die daraus folgende Ausgrenzung wird sowohl für den Protagonisten als auch für die weltliche und kirchliche Obrigkeit zur großen Herausforderung.

Exposè

Wir schreiben das Jahr 1792 in Tirol. Ein junger Mann möchte heiraten, doch die zuständigen Stellen verweigern es ihm. Das stürzt den Mann in eine tiefe Krise. Er zieht sich zurück, beginnt zu lesen und sich weiterzubilden – und entdeckt dabei ein Talent, das seine ganze bisherige Lebensplanung völlig auf den Kopf stellt.

Wenig später kommen Menschen von überall her zu ihm, um sich heilen zu lassen. Bis schließlich die weltliche und kirchliche Obrigkeit darauf aufmerksam wird und gegen ihn vorgeht. Der Mann wird als Ketzer verleumdet, bedroht und ins Irrenhaus nach Hall in Tirol gebracht. Dort gelingt es ihm jedoch gleich darauf wieder entlassen zu werden und weiter seiner Tätigkeit als Heiler nachzugehen. Sein Bekanntheitsgrad wie auch die Hilfe einflussreicher Leute helfen ihm dabei.

Jetzt wird er noch bekannter – und das weit über die Landesgrenzen Tirols hinaus. Sein Ruf reicht schließlich bis zum habsburgischen Kaiserhaus in Wien, wo ihm vor allem eine einflussreiche adelige Dame besondere Wertschätzung entgegenbringt. Sie wird sich auch später noch oft für ihn verwenden. In seiner Heimat Tirol hingegen erwartet ihn Gefängnis und Folter. Dennoch zieht es den gebürtigen Tiroler immer wieder zurück in seine Heimat, wo sich 1822 eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten um ihn schart, die bald darauf durch dick und dünn mit ihm gehen wird.

Doch die politischen Verhältnisse ändern sich immer wieder. Die Freiheitskriege von 1809 sind verloren, doch auf dem Wiener Kongress von 1814 – 15 fällt Tirol wieder an Habsburg. Es kommt zu einer Wiederherstellung der Herrschaftsverhältnisse. Was das für den Mann und seine Gruppe im Tirol des Jahres 1823 bedeutet, ist heute nur noch schwer vorstellbar.

Weltliche und kirchliche Obrigkeit verbünden sich. Der Außenseiter und die Gruppe rund um ihn werden nun endgültig zum Abschuss freizugeben. Was folgt, sind Verleumdungen, Ausgrenzung, Verfolgung, Folter und eine weitere Einlieferung ins Irrenhaus – diesmal in die Irrenanstalt von Linz –, wo der Mann nun endgültig „unschädlich“ gemacht werden soll. Doch es kommt auch diesmal wieder anders …